Alpstaeg will FCL-Aktien nicht verkaufen

FCL-Hauptinvestor räumt mit Gerüchten auf

FCL-Hauptinvestor Bernhard Alpstaeg (links) will seine Aktien nicht verkaufen.

Bernhard Alpstaeg bleibt Hauptinvestor beim FC Luzern und will seine Aktien nicht verkaufen. Das sagte der 74-Jährige in einem Interview mit der Onlineplattform Nau.ch. Es ist Alpstaegs erstes Interview seit dem Knatsch zwischen den FCL-Aktionären.

Für den FC Luzern war die Hinrunde nicht nur sportlich eine schwierige Phase, sondern auch intern gab es im Herbst grosse Schwierigkeiten. Zwischen den damaligen Verwaltungsräten Bernhard Alpstaeg, Samih Sawiris, Hans Schmid und Marco Sieber krachte es. Alle vier gaben daraufhin ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bekannt, sind aber weiterhin Aktionäre.

Nach dem Knall schien klar: Bernhard Alpstaeg oder dann aber das Trio Sawiris, Schmid und Sieber müssen entweder die Aktien der jeweils anderen übernehmen oder ihre Teile an eine neue Person verkaufen. Im Oktober verdichteten sich dann auch die Anzeichen dafür, dass Alpstaeg seine Aktien verkaufen könnte. Nun räumt der Hauptinvestor aber mit den Gerüchten auf. In seinem ersten Interview überhaupt, seit bekannt werden des Knatschs, sagt Alpstaeg gegenüber Nau.ch ganz direkt: «Stand heute stehen die Aktien von Alpstaeg nicht zur Verfügung!».

Alpstaeg lässt Hintertür offen

Die Worte von Bernhard Alpstaeg sind deutlich. Allerdings betont er dabei auch, dass er nicht sagen könne, was in zwei oder drei Jahren sei. Ursprünglich kaufte Alpstaeg seine FCL-Aktien seiner Tochter zuliebe. Inzwischen sei es aber eine «Herzensangelegenheit» geworden, sagte er im Interview. Und weiter: «Entweder man ist dabei oder man ist nicht dabei. Und ich habe den FCL gerne.»

Inzwischen habe sich der Streit zwischen den Aktionären zudem gelegt, erklärte Alpstaeg weiter. Man habe die Situation ausdiskutiert und man könne nun auch weiter zusammen arbeiten. Da die vier beteiligten Aktionäre jeder einzeln ganz eigene Köpfe seien, komme es halt auch vor, dass es einmal knallt.

Eine Lösung für den Kern des Streits, die Finanzierung des Clubs und die Deckung des Defizites, sei zudem in Diskussion. Dazu hat der FCL einen runden Tisch gestartet, an welchem alle Beteiligten sitzen. Eine finale Lösung soll es bis im Herbst 2021 geben. Bis dahin ist die Finanzierung gesichert.

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