Bundesamt für Verkehr im Visier der Ermittler

Wegen dem Todesfall bei der SBB in Baden steht der Bund in der Kritik

Hätte der tödliche SBB-Unfall in Baden verhindert werden können?

Nach dem tödlichen Unfall eines SBB-Zugbegleiters gerät das Bundesamt für Verkehr ins Visier der Ermittler. Bereits vor drei Jahren wurde eine Frau schwer verletzt, als sie von einer Bahn-Tür eingeklemmt wurde. Nun wird kritisiert, dass das Bundesamt für Verkehr damals Pflichten nicht wahrgenommen hat.

Eine Frau wurde im Jahr 2016 von der Uetlibergbahn in Zürich eingeklemmt. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat den Unfall damals untersucht und einen «gefährlichen Umstand» festgestellt. Eine Person könne eingeklemmt werden, ohne dass dem Lokführer dies durch eine Kontrolllampe angezeigt wird, hiess es in einem Bericht. Die SUST hat daraufhin dem Bundesamt für Verkehr eine Empfehlung abgegeben. Es solle prüfen, ob auch bei anderen Fahrzeugtypen ein ähnliches Sicherheitsdefizit bestehe. Laut einem Bericht der «Rundschau» hat das Bundesamt jedoch keine solchen Abklärungen bei der SBB gemacht.

Das Bundesamt für Verkehr rechtfertigt sich. Es habe nur typähnliche Fahrzeuge der Unfallwagen der Sihltal Zürich Uetlibergbahn in Betracht gezogen. Solche seien bei keinem anderen Unternehmen im Einsatz gewesen. Laut der Sust wird der Fall der Uetlibergbahn in der aktuellen Untersuchung zum tödlichen Unfall in Baden eine Rolle spielen.

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