Tele 1 zeigt die Serie "Zrugg is Läbe"

Wie sich Martin Bieri nach einem Töffunfall zurück ins Leben kämpft

Täglich verfassen Polizisten Meldungen von Unfällen, manche gehen glimpflich aus, einige enden tödlich, viele mit schweren Verletzungen. Was dann kommt, gelangt selten an die Öffentlichkeit. Martin Bieri erzählt seine Geschichte – wie er nach einem schweren Motorradunfall zurück ins Leben fand. Das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 zeigt die eindrückliche Serie von Montag, 12. August bis Donnerstag, 15. August, stündlich ab 18:50 Uhr.

Ein Abend im August vor vier Jahren. Martin Bieri ist auf dem Motorrad unterwegs, noch zehn Minuten sind es bis nach Hause. Er fährt auf der Solothurnerstrasse Richtung Utzenstorf BE in eine Kurve, doch das Auto, das ihm entgegenkommt, fährt geradeaus – und in ihn hinein. 

«Unterwegs wollte ich im Radio-/CD-Player ein Lied suchen und konzentrierte mich dadurch auf das Hantieren am Radio», wird der Unfallverursacher im Polizeiprotokoll zitiert. «Dadurch bin ich möglicherweise auf die Gegenfahrbahn geraten. Ich realisierte den Töff-Fahrer erst, als es knallte.»

«Abgchlepft und abglieret»

Martin Bieri prallte mit dem linken Arm gegen die A-Säule, «dort hat es diesen abgchlepft», sein linker Fuss geriet in den Radkasten, «dabei hat es mir wohl das Bein abglieret». So erwacht der Malermeister im Spital: mit einem Bein und einem Arm weniger. «Da ist zuerst schon eine Welt zusammengebrochen», gibt er zu. 

Die Momente danach

Doch Martin Bieri kämpft sich zurück ins Leben. TV-Journalist Roman Wasik hat ihn begleitet und erzählt in einer vierteiligen Serie, was nach einem schweren Unfall kommt, von dem nach der Schlagzeile meist nichts mehr an die Öffentlichkeit kommt. 

Im ersten Teil erzählt Martin Bieri vom Unfall und den Momenten danach, er spricht über den Unfallverursacher, der nie mit ihm in Kontakt getreten ist, und er besucht jene Menschen, die ihn an der Unfallstelle beigestanden sind.

Im zweiten Teil begleiten wir Martin Bieri bei seinen alltäglichen Therapien und Trainings in die Rehaklinik Bellikon. Er erzählt von der ersten Zeit im Rollstuhl und wie ihm die Prothesen später zwar halfen, er sich aber nicht wohlfühlte. Er spricht darüber, woran das lag, wer ihm in dieser Zeit geholfen hat und was er eigentlich will. 

Im dritten Teil besuchen wir Martin Bieri zu Hause im bernischen Kräiligen. «I bi de gliich, s'isch eifach chli weniger dranne», sagt er – dennoch hat der schwere Töff-Unfall massive Konsequenzen für seinen Alltag. Ebenso für sein Umfeld: Martin Bieri spricht über den steinigen Weg zur Selbstständigkeit, wie seine Tochter und sein Sohn mit seinem Schicksal umgehen und seine Frau verrät, was ihr hilft und Mut macht.

Im vierten und letzten Teil begleiten wir Martin Bieri auf seinem schweren Weg zurück ins Berufsleben. Seinem erlernten Beruf als Maler kann er nach seinem Unfall nicht mehr nachgehen. Darum will er Fahrlehrer werden. Doch einen arm- und beinamputierten Fahrlehrer hat es in der Schweiz noch nie gegeben.

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