Stadt Luzern: Sprachförderung für Dreijährige

Fremdsprachige Kinder sollen bei Schuleintritt Deutsch können

Das Schulhaus Maihof in der Stadt Luzern.

Die Stadt Luzern will, dass fremdsprachige Kinder beim Schuleintritt bereits über Deutschkenntnisse verfügen. Für die frühe Sprachförderung hat das Stadtparlament einen Kredit von rund 1,9 Millionen Franken bewilligt.

Frühe Sprachförderung sei eine Investition in die Zukunft, befand das Stadtparlament. Künftig wird in der Stadt Luzern mit einem Eltern-Fragebogen abgeklärt, wie gut die Kinder bereits Deutsch sprechen. Die Abklärungen dürften administrativ ein grosser Aufwand sein, befand Peter Krummenacher von der FDP. Es sei sicher nicht immer einfach, mit den Eltern in Kontakt zu treten: "Es ist ein ambitiöses Ziel, diese Abklärungen auf das ganze Stadtgebiet auszuweiten."

Kinder, welche eine Sprachförderung nötig haben, sollen schon im Alter von drei Jahren die Spielgruppe besuchen, danach den freiwilligen Kindergarten. Die Eltern erhalten von der Stadt je nach finanzieller Situation einen einkommensabhängigen Beitrag.

Die frühe Sprachförderung sei übrigens nicht nur für fremdsprachige Kinder gedacht, erklärte Claudio Soldati von der SP: "Auch Kinder aus Schweizer Familien können bei der Sprachentwicklung Defizite aufweisen."

Die Sprachförderung ist ein Ziel des kantonalen Volksschulbildungs-Gesetzes. Die Stadt Luzern erhält deshalb finanzielle Unterstützung vom Kanton.

Auch andere Gemeinden im Kanton Luzern haben bereits mit der Umsetzung der Sprachförderung begonnen, so etwa Emmen, Horw, Sursee oder Triengen.

Audiofiles

  1. Stadt Luzern: Sprachförderung für Dreijährige. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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