Zuger Steuererhöhung soll befristet sein

Mehrere Sparmassnahmen werden gestrichen

Panorama Stadt Zug

Die Zuger Regierung will mit «Finanzen 2019» 92 Millionen Franken sparen. Mit dem Sparpaket soll das strukturelle Defizit bis 2020 beseitigt werden. Die vorgesehene Steuererhöhung dafür soll nun aber auf zwei Jahre befristet werden.

«Finanzen 2019» umfasst knapp 400 Massnahmen, wie die Finanzdirektion des Kantons Zug am Freitag mitteilte. Die Regierung hat über Massnahmen in der Höhe von 42 Millionen Franken selber entschieden.

Den restlichen 50 Millionen Franken muss das Kantonsparlament zustimmen, darunter einer Erhöhung der Kantonssteuer für die Jahre 2020 und 2021. Alleine die befristete Erhöhung des Steuerfusses von 82 auf 86 Prozent würde zusätzliche 32 Millionen Franken in die Kantonskasse spülen.

Befristete Steuererhöhung nicht fix

Die Regierung lässt aber offen, ob die vorerst befristete Steuerfusserhöhung später definitiv eingeführt werden soll oder darauf verzichtet werden kann. Das Kantonsparlament wird die Gesetzesanpassungen Ende 2018 beraten, eine allfällige Volksabstimmung würde im Frühjahr 2019 stattfinden.

Erholung bei den Finanzen

Gemäss der Zuger Regierung scheint sich bei den kantonalen Finanzen eine Tendenz zur Erholung abzuzeichnen. Die Regierung nutze diesen Handlungsspielraum aber mit Vorsicht, heisst es weiter.

Sie verzichtet auf einige Sparmassnahmen bei der Bildung und im Sozialbereich. Auch von der Einführung einer neuen obersten Einkommens-Tarifstufe für besonderes Gutverdienende sieht die Regierung ab.

Viele Rückmeldungen auf Vernehmlassung

Zu «Finanzen 2019» waren in der Vernehmlassung 54 Antworten eingegangen. Es soll das letzte Sparpaket sein, mit dem das strukturelle Defizit im Kanton Zug beseitigt werden soll. In der ersten Sparrunde hatte der Kanton Zug seine Jahresrechnung mit dem «Entlastungsprogramm 2015-2018» um 50 Millionen Franken verbessert. Das «Sparpaket 2018» brachte weitere 13 Millionen ein.

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