FC Luzern entlässt Babbel und Rahmen

Bis Nachfolge gefunden ist, übernimmt Gerardo Seoane ad interim

Der FC Luzern entlässt Trainer Markus Babbel und seinen Assistent Patrick Rahmen per sofort. Es übernimmt vorübergehend der U21-Trainer Gerardo Seoane.

Das Jahr beginnt beim FC Luzern turbulent. Nachdem Trainer Markus Babbel am Mittwoch bekannt gab, dass er seinen Vertrag im Sommer nicht verlängert, kommt ihm nun der Verein zuvor. Er entlässt ihn und seinen Assistent Patrick Rahmen per sofort. Als Interimstrainer führt der U21-Coach Gerardo Seoane die Mannschaft durch die Vorbereitung auf die Rückrunde. Der FC Luzern will noch vor dem Start in die zweite Saisonhälfte Anfang Februar einen neuen Trainer präsentieren.

Babbel kritisierte Vereinsführung

Markus Babbel hatte am Mittwoch angekündigt, den Verein Ende Saison zu verlassen. Ausschlaggebend sei unter anderem die angespannte Stimmung in der Clubleitung. Dabei griff er auch den CEO Marcel Kälin an. Unter Kälin hätten schon etwa ein Dutzend Mitarbeiter die Geschäftsstelle des FCL verlassen. Diese Stimmung bekäme auch die erste Mannschaft zu spüren, begründete Babbel seinen Abgang Ende Saison. Die Klubleitung hat sich nun zur vorzeitigen Entlassung von Markus Babbel und seinem Assistent Patrick Rahmen entschieden.

Auch Medienchef Max Fischer per sofort entlassen

Nebst Markus Babbel und Patrick Rahmen wurde auch der Leiter Medien, Max Fischer, per sofort entlassen. Wie Fischer gegenüber Radio Pilatus und Tele1 bestätigte, musste er innerhalb einer Viertelstunde sein Büro räumen. 

Auszüge aus der Medienkonferenz

Philipp Studhalter, Verwaltungsratspräsident des Clubs, nahm gleich zu Beginn Stellung zu verschiedenen Vorwürfen und Behauptungen. So müsse der FCL gar nicht sparen, wie es in den Medien immer heisst. Man halte einfach das Budget ein, welches jeder Club hat. Zudem hätten die meisten Abgänge in der Geschäftsstelle nichts mit der Arbeit oder Person des CEOs Marcel Kälin oder einer angeblich schlechten Stimmung zu tun. Die Struktur des FC Luzern funktioniere, antwortete Studhalter auf kritische Fragen bezüglich der Kommunikation im Club. 

Sportchef Remo Meyer ergriff als nächstes das Wort: Die Ereignisse der letzten Tage seien enttäuschend. Man habe immer offen kommuniziert. Was am Mittwoch passiert ist, sei nicht tolerierbar. Man sei deshalb zum Schluss gekommen, sowohl Markus Babbel als auch Patrick Rahmen zu entlassen. Weshalb auch Patrick Rahmen? Das Duo habe für ihn immer zusammengehört, so Meyer. Eine andere Konstellation gehe eigentlich nicht. Momentan habe man noch keinen Cheftrainer gefunden. Vorübergehend übernimmt ad interim U21-Trainer Gerardo Seoane. Ziel sei es, bis zum Trainingslager eine neue Lösung zu finden, so Meyer weiter. 

CEO Marcel Kälin äusserte sich erst bei der anschliessenden Fragerunde: Er sei nicht glücklich, wie die Situation beim FC Luzern derzeit ist. Jedoch würden alle daran arbeiten, dies zu ändern. Es sei auch ein grosses Ziel, die Zuschauerzahlen wieder zu erhöhen. 

Die Medienkonferenz in voller Länge gibt es oben.

Trainer Markus Babbel (links) und sein Assistent Patrick Rahmen müssen den FC Luzern per sofort verlassen.

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