Verlängerung der 1er-Linie und neuer Bushub

Luzerner Regierungsrat beantragt Kredit beim Kantonsparlament

Die 1er-Linie von Kriens-Obernau soll bis nach Ebikon verlängert werden.

Der Luzerner Regierungsrat beantragt beim Kantonsparlament einen Kredit von 14.5 Millionen Franken für den Ausbau der 1er-Linie bis nach Ebikon. Hinzu kommen noch einmal rund 12 Millionen Franken für den Bau eines neuen Bushub.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 sollen die 1er-Busse der Verkehrsbetriebe Luzern vbl bis nach Ebikon zur Mall of Switzerland fahren. Dies ist zurzeit nicht möglich, da das Liniennetz zu wenig ausgebaut ist. Der Regierungsrat beantragt deshalb beim Kantonsparlament einen Kredit von rund 14.5 Millionen Franken. Der Bund beteiligt sich mit rund 4.5 Millionen Franken an den Kosten, der Rest geht je zur Hälfte zu Lasten von Kanton und Gemeinden.

Kritik an Bau von Leitungen

Damit künftig Trolleybusse vom Maihof bis zur Mall of Switzerland fahren können braucht es 250 neue Fahrleitungsmasten. Der Bau dieser sogenannten Oberleitungen war von Anwohnern jedoch kritisiert worden. Der Luzerner Regierungsrat versichert, man habe verschiedene Möglichkeiten geprüft, auch alternative Antriebsmöglichkeiten. Zurzeit gäbe es allerdings keine andere Möglichkeiten als die Oberleitungen. Zur Zeit werde mit der Hochschule Luzern an einer zuumindest teilweise fahrleitungslosen Linie gearbeitet.

Rontal als Entwicklungsschwerpunkt

Neben der Verlängerung der Buslinie steht auch ein neuer Bushub im Zentrum. Dieser soll in Ebikon entstehen und dereinst alle ÖV-Linien vereinen von Bus und der S-Bahn. Er soll Knotenpunkt sein für regionale und städtische Verbindungen. Als Vorbild dient der neue Bushub in Emmenbrücke beim Seetalplatz. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 12 Millionen Franken. Gut 2 Millionen übernimmt der Bund, 6.5 Millionen der Kanton Luzern und 3.5 Millionen Franken werden durch die Gemeinde Ebikon getragen.

Der Regierungsrat begründet diese Millionen-Investition damit, dass das Rontal und im Speziellen Ebikon als dessen Zentrum zu einem der wichtigsten Entwicklungsschwerpunkte im Kanton gehört. Zudem ist es eine wichtige Verbindung zwischen Luzern und Zürich. Schon heute sei das Verkehrsaufkommen enorm, immer wieder kommt es in der Region zu Stau. Der Ausbau der Buslinie und der Bau des Bushub soll dazu dienen, genau diesen Verkehrsproblemen entgegenzuwirken und die Situation zu entlasten.

Als nächstes diskutiert nun das Luzerner Kantonsparlament für die beiden Kreditanträge des Regierungsrates.

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