Maskenschnitzen

Toni Meier aus Kriens macht aus Holz wunderbare Masken

Die Maskenschnitzer kennen die historisch gewachsenen Merkmale der urchigen Innerschweizer Maskentypen und lassen diese auch heute noch in ihre Werke einfliessen. Es bedarf dabei Erfahrung im Schnitz-Handwerk, um die ursprünglichen Charakterzüge zu verstehen und im Holz abbilden zu können. Eine weitere Kunst besteht darin, die persönliche Handschrift des Maskenschöpfers auf natürliche Weise in das Maskenbild einzubringen. Das Brauchtum des Maskenschnitzens wurzelt in der Innerschweiz in der ausgeprägten Fasnachtstradition. An den fröhlichen Umzügen tragen die Fasnachtsgestalten Holzmasken und sorgen bei den Zuschauern für Freude oder Schrecken.

Die Maskenschnitzer arbeiten meist mit Lindenholz und verwandeln den sperrigen Holzblock mit Schnitzeisen und dem „Klöpfel“ genannten Holzhammer in 200 Gramm leichte Masken. Die fertig geschnitzten Masken erhalten ihre Farbe entweder durch eine Lasierung, eine Beizung oder durch die Fassung, die anspruchsvollste Maltechnik.

Gib Toni Meier deine Stimme beim Wettbewerb "auf unsere Kultur" im Rahmen von 180 Jahre Eichhof: Hier geht's zur Abstimmung!

Hintergrund

Masken existieren in allen Kulturen. Sie verkörpern in jeder Gesellschaft vor dem jeweiligen kulturellen Hintergrund eigene Bedeutungen und dienen verschiedenen Verwendungszwecken. In Kriens und Luzern hat das Maskenschnitzen eine ausgeprägte Tradition, die eng mit dem Fasnachtsbrauchtum verknüpft ist. Die Masken sollen seit jeher helfen, die bösen Wintergeister zu vertreiben. Zur Unterhaltung der Schaulustigen wurden zudem in der Vergangenheit auch stets Dorforiginale durch Masken karikiert.

Über die Innerschwyzer Maskenschöpfer aus der Vergangenheit ist nur wenig bekannt. Es wird vermutet, dass die Kultur des Maskenschnitzens ursprünglich durch Wanderarbeiter aus dem süddeutschen Raum in die Schweiz gebracht wurde. Die Entwicklung des Krienser Maskenbrauchtums wird in enger Verbindung mit der Galli-Zunft und dessen Ende des 18. Jahrhunderts geborenen Urvaters Gallus Rüttimann gesehen. Ihm gehörten die ältesten bekannten Krienser Holzmasken, die Muurmasken. Den Namen erhielten die Muurmasken von Rüttimanns Hof, welcher den Namen „Uf de Muur“ trug. 

Die Masken lassen sich verschiedenen Arten zuordnen. Die Charaktermaske wirkt meist fröhlich und wird von den typischen Krienser Fasnachtscharakteren wie dem Heubeeriwiib, dem Holzer, Chessiflicker, Güggelipeter, Wöschwiib oder Bärnerwiib getragen. Ein weiterer Typ ist die Schreckmaske. Diese wirkt durch Merkmale wie grosse Augen, markante Augenbrauen, eine lange Nase, ein spitzes Kinn und eine vorstehende Unterlippe mit hervorblitzenden Zähnen eher dämonisch. Getragen wird die Schreckmaske von den Fasnachtsfiguren Krienser Deckel und Buuremaa.

Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken. Toni Meier aus Kriens schnitzt Holzmasken.

Toni Meier

In der Werkstatt von Toni Meier mischt sich leise Jazz-Musik aus dem Radio mit dem hämmernden Geräusch der Werkzeuge, mit welchen er das Holz bearbeitet. Der passionierte Kunsthandwerker aus Kriens, Luzern, fertigt seit bald 50 Jahren Masken an. Konzentriert betrachtet er den Holzblock, während er frei nach seiner Vorstellung und mit viel Geschick die Gesichtszüge der Maske herausarbeitet. Mit gezielten Handgriffen transformiert sich der anfänglich grimmige Kerl in einen lachenden Schelm. Seine aus Lindenholz geschnitzten und mit einer Öllasur bemalten Masken verkauft er an Kundschaft aus der ganzen Welt. Rund die Hälfte des Jahres ist er mit der Fertigung von Fasnachtsmasken beschäftigt, welche während der fröhlich turbulenten Narrenzeit ihre Verwendung finden. Warum im Hintergrund Jazz läuft und nicht etwa Guggenmusig? Nach vielen Jahren des Fasnachtsklamauks dürfe es für ihn mittlerweile etwas ruhiger zu- und hergehen, erklärt Toni Meier und seine Augen blitzen dabei verschmitzt. Zu gerne möchte man den Anekdoten des Maskenschnitzers lauschen – und man wünscht sich, die Masken könnten uns von den Geschichten der vergnügten Feste erzählen.

Gib Toni Meier deine Stimme beim Wettbewerb "auf unsere Kultur" im Rahmen von 180 Jahre Eichhof: Hier geht's zur Abstimmung!

Audiofiles

  1. Brauchtum aus dem Pilatusland: Toni Meier aus Kriens schnitzt Masken.. Audio: Dara Masi

Kommentieren

comments powered by Disqus